„Keine Fließbandmedizin“

Im zweiten Teil seiner Vorstellung spricht Björn P. Verdang über seine Arbeit in den Uro Praxen, Familie und über seine Freizeitgestaltung.

Herr Verdang, Sie sind seit 2018 Partner der Gemeinschaftspraxis. Was hat Sie dazu bewogen, sich hier niederzulassen?

„Vorrangig bot sich mir mit dem Wechsel aus der Klinik in die Praxis 2015 eine spannende neue Aufgabe und die Option, eine selbständige Existenz aufzubauen. Die überwiegend regelmäßigen Arbeitszeiten in einer Praxis, ohne Schichtsystem und meist ohne Wochenendeinsatz, ermöglichten es mir und meiner Frau dann auch, die Familienplanung voranzutreiben. Der Wechsel aus der Klinik in die Praxis war gleichsam eine Art von Heimkehr, denn ich zog mit meiner Frau aus Mönchengladbach zurück in den heimischen Ort Brachelen, wo auch ein großer Teil meiner Familie lebt. Der berufliche Wechsel war also nicht mit dem Gefühl verbunden, in die Fremde zu gehen, sondern eher, nach Hause zu kommen und zugleich eine neue Herausforderung anzutreten. Ich habe es nicht bereut, habe privat an alte Freundschaften anknüpfen können, habe neue Freunde hinzugewonnen und freue mich, in der Praxis auch viele bekannte Gesichter zu sehen.“

Welche Aufgaben übernehmen Sie in den Uro Praxen?

„Neben der Sprechstundentätigkeit und operativen Einsätzen, bin ich intensiv in die Verwaltung der Praxis eingebunden. Dies umfasst unter anderem Personalmanagement, fortlaufende Aktualisierung von Zertifizierungen, Abrechnung sowie Praxismanagement. Als hygienebeauftragter Arzt obliegen die Supervision und Instandhaltung der Hygienemaßnahmen meiner Aufsicht. Zudem bin ich Strahlenschutzbeauftragter für unsere praxiseigene Röntgenanlage. Ich koordiniere die onkologische Zusammenarbeit mit der urologischen Klinik des Krankenhauses Eschweiler, schließlich sind wir Kooperationspraxis des dortigen Prostatakarzinomzentrums.

Nicht zuletzt fahre ich auf Haus- und Pflegeheimbesuche, wenn die Patienten zu alt oder zu schwach sind, um in die Praxis zu kommen und leiste den kassenärztlichen Notdienst im Krankenhaus Geilenkirchen.“

Sie sind bereits in vielen Verbänden Mitglied. Was sind Ihre beruflichen Ziele für die Zukunft?

Ich möchte mich weiter etablieren, das operative Leistungsspektrum erweitern und unseren Patienten die gewohnt gute Qualität, die man von den beiden Kollegen seit vielen Jahren kennt, weiterhin und langfristig bieten. In diesem Jahr konnte ich z.B. trotz der herausfordernden Corona-Situation die nötigen formalen und apparativen Rahmenbedingungen schaffen, die Botox-Behandlung in unserer Praxis einzuführen. Darüber bin ich sehr glücklich, denn nun kann dieser Eingriff, ohne den mit einem Krankenhausaufenthalt üblicherweise verbundenen Aufwand erfolgen.

Es ist uns darüber hinaus in den letzten fünf Jahren gelungen, mit nun drei Ärzten an zwei Standorten die Zahl der behandelten Patienten deutlich zu steigern, ohne dabei den einzelnen Patienten als Mensch mit seinen Bedürfnissen und Nöten zu kurz kommen zu lassen, ohne in eine Fließbandmedizin zu verfallen. Darauf wollen wir weiter aufbauen.“

Wo findet man Sie, wenn Sie gerade nicht in der Praxis arbeiten?

„Ich habe zwei kleine Kinder, bald zwei und vier Jahre alt. Mit ihnen verbringen meine Frau und ich den größten Teil der Freizeit. Wir gehen oft in und um den Heimatort Brachelen herum Spazieren, üben Fahrradfahren, gehen zum Spielplatz oder an den Badesee. Diese Zeit ist mir sehr wichtig und ein schöner Ausgleich zum Beruf. An den Wochenenden fahren wir dann oft in den Tierpark, in den Zoo, zu einem Abenteuerspielplatz oder wir treffen uns mit befreundeten Eltern, die auch Kinder im gleichen Alter haben.“

Wann und wo kann der Privatmann Björn P. Verdang wirklich abschalten?

„Ich muss gestehen, früher als Junggeselle und Student war ich sportlich deutlich aktiver, ging regelmäßig Laufen und Schwimmen. Dies mit den beruflichen und familiären Verpflichtungen zu vereinbaren ist nicht immer einfach. Dennoch halte ich regelmäßig den wöchentlichen Trainingstag mit Freunden ein. Nach gemeinsamer motivierender Anstrengung kann ich dann nach dem Training bei ein, zwei Saunagängen durchatmen, entspannen und neue Kraft aufladen.“

Mehr über Björn P. Verdang erfahren? Im ersten Teil des Interviews verriet der 41-jährige, warum er Arzt werden wollte, warum er es bleiben wird und wofür eigentlich das „P.“ in seinem Namen steht.

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